Gespräche über mehr Restwasser für die Dürrach mit TIWAG

Restwasser für die Dürrach ab 2021

Schon 2014 gab es Gerüchte, wonach es für die Dürrach (Bächental), die zusammen mit dem Kesselbach und der Walchen (Seeache) – statt in die Isar zu fließen- zur Stromerzeugung im Achenseekraftwerk in Jenbach abgeleitet wird ,eine Restwasserabgabe geben soll. Seither ist allerdings nicht viel geschehen. Dies könnte allerdings ab 2021 anders werden, wie Dr. Karl Probst und Franz Speer von „Rettet die Isar“ berichten, die unlängst zu einem Informationsgespräch zur TIWAG (Tiroler Wasserkraft AG) nach Jenbach gereist sind.

v. li. n. re.: Dr. B. Hofer (Abteilungsleiter Wasserkraftplanung) Ing. Ottmar Obrist (Leiter Kraftwerk Jenbach); Dipl.Ing. Thomas Höckner (Bereichsleiter Erzeugung), Dr. Karl Probst und Franz Speer (Rettet die Isar e.V.)

Empfangen wurden sie dort von Dr. Bernhard Hofer, Abteilungsleiter Wasserkraftplanung, sowie Dipl. Ing. Thomas Höckner und Ing. Othmar Obris von Bereich Stromerzeugung der TIWAG.
Die Vertreter der TIWAG betonten, dass 25% der Energieerzeugung des Achenseekraftwerkes aus dem Einzugsbereich der Dürrach kommen und deshalb diese wertvolle Energie für den wirtschaftlichen Betrieb des Achenseekraftwerkes unabdingbar sei. „Wir von „Rettet die Isar“ sind uns der Bedeutung der Wasserkraft für Tirol und Bayern bewusst“ so Probst, allerdings poche man auf die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, mit dem Ziel ökologischer Verbesserungen durch Durchgängigkeit und Restwasser.
Insofern gibt es erfreuliche Nachrichten. Derzeit laufen – so Dipl. Ing. Thomas Höckner – Vorbereitungen für eine Restwasserabgabe für die Dürrach spätestens ab 2021. Anschließend soll ein Monitoring den Erfolg dieser Maßnahme sicherstellen. Auch die Geschiebebewirtschaftung an der Bächentalsperre soll – so Dr. Bernhard Hofer- von der Umsetzung mit Bagger auf natürlichen Geschiebeabtransport durch Hochwasser umgestellt werden, wozu umfangreiche bauliche Maßnahmen ergriffen würden.
Zur Walchen (Seeache) allerdings gibt es leider nichts Neues. Da diese nicht in der aktuellen Periode des österreichischen Gewässerentwicklungsplanes enthalten sei, sehe die TIWAG derzeit keinen Handlungsbedarf. „Rettet die Isar“ hofft , dass dies allerdings in der nächsten Periode 2022- 2027 der Fall sein werde. Dann würde sich die TIWAG –so Dr. Hofer-Verbesserungen auch an der Walchen nicht verschließen.

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Datum: Mittwoch, 18. Juli 2018 20:01
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