Ableitungen zum Walchensee

Rettet die Isar jetzt!

Created with Sketch.

Die Wassermenge aus dem natürlichen Einzugsgebiets des Walchensees mit ca. 99 km2 wäre für einen wirtschaftlichen Betrieb des Walchenseekraftwerks nicht ausreichend.

Aus diesem Grund wurden zwei Maßnahmen zur Vergrößerung des Einzugsgebietes auf heute ca. 780 km2 umgesetzt:

  • die Ableitung der Isar sowie des Finzbaches und Kranzbaches über den Obernachkanal in den Walchensee
  • die Ableitung des Rissbachs sowie des Fischbaches und Alpenbaches über den Rissbachstollen in den Walchensee

Die natürliche Entwässerung des Walchensees über die Niedernach und die Jachen in die Isar wurde abgesperrt. Stattdessen wird das Wasser des Walchensees über einen Stollen zum Walchenseekraftwerk abgleitet und über den Kochelsee in die Loisach eingeleitet.

Auf der Strecke zwischen Kochelsee und Wolfratshausen, wo die Loisach in die Isar mündet, musste das Flussbett der Loisach umfangreich ausgebaut werden, um die zusätzlichen Wassermengen aus der Isarableitung aufnehmen zu können.

Isarbleitung am Krüner Wehr und Obernachkanal

Im Süden von Krün wird die Isar am Krüner Wehr aufgestaut und der Großteil des Isarwassers über den Obernachkanal in den Walchensee abgeleitet. Das Krüner Wehr wird von der Fa. Uniper zusätzlich für die Energiegewinnung durch ein kleines Wasserkraftwerk genutzt. Die Durchgängigkeit des Flusses wurde nachträglich durch eine Fischtreppe umgesetzt.

Die Bilder zeigen den Isarstausee, die nicht direkt zugängliche Wehranlage, den abgesicherten Obernachkanal sowie die betonierte Fischtreppe.

Kranzbach und Kranzbachableitung

Die Bilder zeigen den Kranzbach und die Stelle, wo er einen unterirdischen Kanal in Richtung Obernachkanal abgeleitet wird.

Finzbach und Finzbachableitung

Die Bilder zeigen die Finzbach unterhalb der Finzbachableitung.

Sperranalage Walchensee

1918 – 1924

  • Bau des Walchenseekraftwerks
  • Bau der Isarüberleitung vom Krüner Wehr über den Obernachkanal in den Walchensee
  • Ableitung von Finzbach und Kranzbach in den Obernachkanal
  • Absperrung der natürlichen Entwässerung des Walchensees bei Niedernach
  • Bau der Ableitung des Walchensees zum Walcheseekraftwerk
  • Die Überleitung aus der Isar betrug bis zu 25m3/s. Im ursprünglichen Flussbett blieben nur die Hochwässer.

1950

  • Bau der Rissbachableitung mit Rissbachstollen und Düker unter das Flussbett der Isar
  • Ableitung von Fischbach und Alpenbach in die Rissbachüberleitung

1951

  • Inbetriebnahme des Kraftwerks Niedernach

1955

  • Inbetriebnahme des Kraftwerks Obernach

1990

  • Teilrückleitung der Isar bei Krün (Sommer 4,8 m³/s / Winter 3,0 m³/s)