Eingriffe in die Isar

Rettet die Isar jetzt!

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Kraftwerksysteme Achensee und Walchensee

Mit dem Bau der beiden Kraftwerksysteme Achensee und Walchensee wurden zahlreiche Eingriffe in die Isar und ihre Zuflüsse vorgenommen:

  • Wasserkraftwerke (Speicherwasser- und Laufkraftwerke)
  • Ableitungen, Überleitungen, Einleitungen und Rückleitungen mittels Kanälen und Stollen
  • Sperren natürlicher Abflüsse
  • Sonstige Eingriffe (Geschiebesperren, Talsperren, …)

Das natürliche Einzugsgebiet der Isar bis zur Jacheneinmündung wurde sehr stark reduziert (von ca. 1.200 km2 auf ca. 200 km2), um die Einzugsgebiete für den Walchensee und Achensee für die beiden Kraftwerke von insgesamt ca. 200 km2 auf ca. 1.000 km2 zu vergrößern.[1]

Der Isar gehen dadurch ca. 32 m3/s Wasser im Jahresdurchschnitt verloren (ca. 23 m3/s für das Walchenseekraftwerk und ca. 9 m3/s für das Achenseekraftwerk).[2]

Der durchschnittliche Abfluss vom Sylvensteinspeicher beträgt ca. 15 m3/s. Dies bedeutet, dass mehr als 2/3 der Wassermenge der Isar zwischen Krün und Sylvensteinspeicher abgeleitet werden.


Übersichtskarte

Vollbildanzeige

Hinweise zur Bedienung der Karte

Standardmäßig werden in der Karte Informationen zum natürlichen und künstlich reduzierten Einzugsgebiet der Isar angezeigt sowie Informationen zu Ableitungen und Absperrungen der natürlicher Abflüsse von Achen- und Walchensee.

Über das Symbol für Datenebenen ansehen auf der Karte können weitere Informationen wie Kraftwerke, sonstige Eingriffe, Pegelmessstellen und die natürlichen Einzugsgebiete von Achen- und Walchensee eingeblendet werden.


Quellen

[1] Zum Einzugsgebiet des Achensees (natürlich und für die Wasserkraft künstlich vergrößert) siehe die Angaben zum Achensee auf Wikipedia, die Beschreibung des Achenseekraftwerks auf der Website der TIWAG sowie in der Unternehmensbroschüre der TIWAG; zum Einzugsgebiet des Walchensees (natürlich und für die Wasserkraft künstlich vergrößert) siehe die Angaben des Wasserwirtschaftsamts Weilheim sowie den Niedrigwasserinformationsdienst Bayern.

[2] Bei den angegebenen durchschnittlichen Wassermengen in m3/s handelt es sich um rechnerisch ermittelte Werte auf Basis der von den Kraftwerksbetreibern herausgegebenen Größen der Regeljahreserzeugung in GWh bzw. Regelleistung (P) in kW und der nutzbaren Fallhöhe (h) des Wassers in m (siehe die Unternehmensbroschüre der TIWAG für das Achenseekraftwerk und die Informationsbroschüre von Uniper für das Walchenseekraftwerk). Der Wasserdurchfluss Q in m3/s lässt sich mit der Formel P = Q * h * c1 ermitteln, wobei c1 als Gesamtwirkungsgrad eine Konstante von ca. 8,5 kN/m3 darstellt und 1 kN = 1 kWs/m ist (siehe Wikipedia):

AchenseekraftwerkWalchenseekraftwerk
Regeljahreserzeugung in GWh220300
Regelleistung (P) in kW25.11034.250
Netto-Fallhöhe (h) in m340175
Gesamtwirkungsgrad (c1) in kN/m38,58,5
Durchschnittlicher Wasserdurchfluss (Q) in m3/s8,723